Direktorium

Prof. Dr. rer. nat. Thorsten M. Buzug

Thorsten M. Buzug wurde in Lübeck geboren. Er promovierte 1993 in der Angewandten Physik an der Christian-Albrecht-Universität in Kiel im Bereich der Analyse nichtlinearer dynamischer Systeme. Von 1993 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall- und Geophysik (FWG) in Kiel. Dort befasste er sich mit der Signalverarbeitung von Unterwasserschallsystemen speziell für Anwendungen in der Sonartechnik. Ende 1994 wechselte er zu den Philips Research Laboratories in Hamburg. Dort war er Leiter des Forschungsclusters für medizinische Bildverarbeitung und leitete verschiedene Projekte in diesem Themengebiet. Im Oktober 1998 wurde er als Professor für Physik und Medizintechnik an den RheinAhrCampus Remagen berufen. Dort war er zudem von 2000 bis 2004 Vorsitzender des Akademischen Entwicklungsausschusses und von 2004 bis 2006 Vorsitzender des gemeinsamen Wissenschaftlichen Rates der Abteilungen.  

Im Dezember 2006 wurde er Direktor des Instituts für Medizintechnik an der Universität zu Lübeck. Dort war er außerdem von 2011 bis 2016 als Vizepräsident der Universität zu Lübeck tätig. Im Jahr 2020 wurde er zusätzlich vom Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft als kommissarischer geschäftsführender Direktor der Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE ernannt. 

Er hat eine Vielzahl von Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, Beiträge in Konferenzbänden und Bücher veröffentlicht. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT), der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGfZP) und des IEEE. 

Prof. Dr.-Ing. Philipp Rostalski

Philipp Rostalski wurde 1978 im Norden Deutschlands in Niebüll geboren. Sein Studium der Elektrotechnik mit Vertiefung Mess-, Steuer- und Regelungstechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg schloss er im Jahr 2004 mit dem Abschluss Diplomingenieur (Dipl.-Ing.) ab.

Anschließend promovierte er bei Prof. Dr. Manfred Morari am Institut für Automatik der ETH Zürich in der Schweiz im Bereich der Regelungstechnik. Sein Forschungsschwerpunkt lag an der Schnittstelle zwischen der Algebraischen Geometrie, der Optimierung und der Regelungstechnik. Nach vielen internationalen Forschungsaufenthalten, unter anderem am Institute for Mathematics and Its Applications, Minneapolis, CWI Amsterdam und der Cambridge University schloss er im Jahr 2009 mit dem Titel „Dr. sc. ETH Zürich“ ab. Seine Dissertation wurde mit der ETH Medaille ausgezeichnet.

Als Feodor Lynen Fellow der deutschen Alexander von Humboldt Stiftung wechselte Herr Rostalski im Jahr 2009 an das Department of Mathematics, der UC Berkeley (später mit zusätzlicher Affillierung an das Department of Mechanical Engineering, UC Berkeley), wo er an Problem aus dem Bereich der angewandten Mathematik, insbesondere an Algorithmen der numerischen algebraischen Geometrie arbeitete.

Zwischen 2011 und 2015 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, Entwickler und Projektmanager für mechatronische Systeme in der Research Unit der Firma Drägerwerk AG & Co. KGaA in Lübeck. Er war dort insbesondere zuständig für Projekte im Bereiche Signalverarbeitung und Regelungstechnik mit Schwerpunkt auf pneumatische Systeme und künstliche Beatmung. Wissenschaftlich war Herr Rostalski in dieser Zeit zusätzlich am Institut für Mathematik der Goethe Universität in Frankfurt assoziiert. 

Seit 2015 ist Herr Rostalski Gründungsdirektor des Instituts für Medizinische Elektrotechnik der Universität zu Lübeck.

In Jahr 2020 wurde er zusätzlich vom Vorstand der Fraunhofer Gesellschaft als Direktor der Fraunhofer Einrichtung für
Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik ernannt.

Prof. Dr. Carsten Schulz

Carsten Schulz wurde im landwirtschaftlich geprägten Landkreis Vechta in Niedersachsen geboren. Er hat das Studium der Agrarwissenschaften mit der Fachrichtung Fischwirtschaft und Gewässerbewirtschaftung an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen. Nach einer zweijährigen Beschäftigung in der Privatwirtschaft konnte Herr Schulz dann seine Dissertation am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin von 1999 bis 2002 anfertigen. Dabei hat er neue naturnahe Verfahren zur Aufbereitung des Ablaufwassers aus der Forellenhaltung untersucht. Im Anschluss hat Herr Schulz eine Juniorprofessur für Aquakultur an der Humboldt-Universität zu Berlin besetzt und sich mit grundlegenden Fragestellungen zur Ernährungs- und Reproduktionsphysiologie von Fischen beschäftigt. Im Jahr 2007 hat Herr Schulz dann einen Ruf auf die Stiftungsprofessur für Marine Aquakultur an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erhalten, die im Jahr 2012 an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät verstetigt wurde.

Die Professur war bis 31.12.2021 gekoppelt mit der wissenschaftlichen Leitung der Gesellschaft für Marine Aquakultur mbH in Büsum. Hier hat sich Herr Schulz in zahlreichen Forschungsprojekten und-verbünden grundlegenden und anwendungsorientierten Fragestellungen zur umweltgerechten Aquakulturentwicklung gewidmet. Neben ernährungsphysiologischen Arbeiten standen auch Themen der Gesundheit und Reproduktion von Fischen im Fokus seiner Forschungsaktivität. Darüber hinaus konnten neue Verfahren und Technologien zur Fischhaltung bis hin zur Produktreife entwickelt werden. Herr Schulz hat eine Vielzahl an wissenschaftlichen Aufsätzen veröffentlicht. Er ist Mitglied im universitären Schwerpunkt „Kiel Marine Science“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und in unterschiedlichen Fachgesellschaften aktiv.

Nach Integration der Gesellschaft für Marine Aquakultur in die IMTE ist Herr Schulz zum 01.01.2022 vom Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft als Direktor der Fraunhofer Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik ernannt worden.